Wenn ich Unternehmen besuche, höre ich zwei Aussagen sehr häufig. Die erste: "KI spart uns bestimmt die Hälfte der Arbeitszeit." Die zweite: "KI bringt bei uns sowieso nichts." Beide Aussagen sind meistens falsch — weil niemand vorher nachgerechnet hat.
Das ändere ich in diesem Artikel. Du bekommst eine einfache Formel, ein konkretes Beispiel und eine ehrliche Einschätzung was realistisch ist.
Drei Fragen reichen für eine erste Einschätzung:
Die Rechnung:
Eingesparte Minuten/Tag × Mitarbeiter × 220 Arbeitstage ÷ 60 × Stundenkosten = Jahreseinsparung
Klingt kompliziert, ist es nicht. Hier ein Beispiel.
Ein kleines Dienstleistungsunternehmen mit 15 Mitarbeitern. Drei davon bearbeiten täglich eingehende Kundenanfragen per E-Mail — Erstentwurf schreiben, kategorisieren, ins CRM eintragen.
Situation vorher:
Mit KI-Unterstützung:
Die Rechnung:
40 Min. × 3 Personen × 220 Tage ÷ 60 × 26 € = 11.440 € pro Jahr
KI-Tool-Kosten: ca. 600 € im Jahr. Netto-Ersparnis: 10.840 €.
Break-even — also der Punkt ab dem sich die Investition gelohnt hat — wurde nach etwa 6 Wochen erreicht.
Ich rechne immer konservativ. Nicht weil ich pessimistisch bin, sondern weil unrealistische Erwartungen das größte Hindernis bei der KI-Einführung sind.
Was ich in der Praxis sehe:
Nicht jede Aufgabe lässt sich sinnvoll mit KI unterstützen. Gute Kandidaten haben drei Eigenschaften:
Schlechte Kandidaten: Aufgaben die viel persönliches Urteilsvermögen erfordern, kreative Einzelstücke oder Tätigkeiten die direkten Kundenkontakt voraussetzen.
Nimm ein Blatt Papier und schreib drei Aufgaben auf die dein Team täglich wiederholt. Schätze den Zeitaufwand. Rechne mit der Formel oben.
Wenn du bei einer der Aufgaben auf mehr als 5.000 € Jahreseinsparung kommst — dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Wenn du nicht sicher bist, wo du anfangen sollst: schilder mir kurz deinen Engpass. Ich schaue mir das an und antworte innerhalb von 24 Stunden, kostenlos und ohne Verkaufsdruck.

Zwei Sätze genügen. Ich sage dir ehrlich, ob ich der Richtige bin.